Das Bruno-Bröker-Haus in Ahrensburg:
Eine Institution seit über 70 Jahren

Kurz nach der Verleihung der Stadtrechte setzte sich ab 1950 der spätere Vorsitzende des Jugendausschusses in der Stadt Ahrensburg Bruno Bröker dafür ein, Räume für die Jugend in Ahrensburg zur Verfügung zu stellen. Am 21.04.1953 wurde schließlich das ursprüngliche Wohlfahrtsheim neu eröffnet als „Jugend- und Sportheim“ mit Umkleidekabinen für den Sportplatzbetrieb. Die Leitung übernahm der Ortsjugendring, sozusagen als Dachverband der meisten Ahrensburger Jugendorganisationen. Er koordinierte sowohl die Platz- als auch die Raumvergabe.

Die Resonanz bei den Nutzenden war enorm. Schon bald platzte das Gebäude aus allen Nähten und wurde daher 1956 um einen Anbau erweitert, zu dessen schwieriger Finanzierung vor allem das Land und der Kreis, aber auch der stadteigene Bauhof und die Jugendverbände mit Eigenleistung beitrugen. Da dieses Sport- und Jugendheim weiterhin überwältigenden Anklang fand wurde das Gebäude 1960 mit einem weiteren Anbau komplettiert, der architektonisch die Form des ersten ursprünglichen Wohlfahrtshaus aus dem Jahr 1932 aufgriff und den Gebäudekörper auf der linken Seite zum Sportplatz hin abschließt. In ihm befanden sich bis zur diesjährigen Fertigstellung des neuen Umkleidehauses noch die Geräte- und Umkleideräume für den Vereinssport und die Sportveranstaltungen auf dem Stormarnplatz. Wegen seines Engagements für die Baumaßnahmen, die Finanzierung und die Umwidmung des Wohlfahrtshauses zum Sport- und Jugendhaus wurde dieses nach dem Tod Bruno Brökers im Jahr 1957 nach ihm benannt.

Pünktlich zum 70. Geburtstag des „Bruno“ erfolgte 2023 die langersehnte grundlegende Sanierung des Bruno-Bröker-Hauses, um es für die veränderten Bedarfe in der städtischen Jugendarbeit zukunftsfähig zu machen.

Zum überwiegenden Teil finanziert durch das Städtebau-Förderungsprogramm `Soziale Integration im Quartier´ des Landes Schleswig-Holstein wurde das - in die Jahrzehnte gekommene - Gebäude kernsaniert sowie energetisch und brandschutztechnisch auf Vordermann gebracht.

Für die Jugendarbeit gibt es nunmehr viele räumliche Verbesserungen, z.B. eine große Küche mit separatem Vorraum, ein extra Tischtennisraum, ein zweiter Musikraum inklusive kleinem Ton-Studio, sowie vergrößerte Werkstätten mit einem neuen Metallverarbeitungsbereich. Während der Umbauphase lief der Betrieb des „Bruno“ in den Räumlichkeiten der ehemaligen Fritz-Reuter-Schule weiter.

Mit dem „Bruno“ verbinden viele eine erlebnisreiche und "bunte" Zeit. Das Wichtigste waren und sind die Kinder, die Jugendlichen und die Heranwachsenden, die das "Bruno" besuchen und mit Leben füllen. Ungezählte junge Menschen, haben es für ihre Freizeitaktivitäten genutzt. Man trifft hier Freunde, nimmt an Gruppenaktivitäten teil, erweitert seine handwerklichen, kreativen, medialen, sportlichen und insbesondere auch sozialen Kompetenzen. Nicht Wenige bezeichnen das "Bruno" daher als ihr zweites Zuhause. Und einige kommen bereits in der zweiten Generation, da die Eltern auch bereits als Jugendliche hier waren.

Im "Bruno" etablierte sich schon frühzeitig die betreute Gruppenarbeit, in der Freizeitaktivitäten nicht mehr nur dem Selbstzweck dienten sondern als Medium für Vertrauensbildung, auf dessen Grundlage dann auch individuelle Entwicklung, Förderung und andere Hilfestellungen möglich wurden. In der jüngeren Vergangenheit wurden die Jugend- und Freizeitangebote zunehmend auch von Migranten aufgesucht. Das Bruno entwickelte sich spätestens seit 2015 zur Kerneinrichtung mit entsprechenden Angeboten für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Ahrensburg.

Wer mehr über die zahlreichen Angebote und Aktivitäten im Bruno erfahren möchte, ist herzlich eingeladen persönlich vorbeizuschauen.